No strings attached: Neue Runde bei den Streaming Sticks

Und da war es wieder, ein neues Kapitel der immer währenden Suche nach dem perfekten Medien-Setup im Unterricht. Nachdem der EZCast Pro durch ein Firmware Update nur noch über nervige, Zeit raubende Umwege zum Screen Mirroring zu bewegen war, ging das Forschen nach einem guten HDMI-Stick wieder von vorne los. Nach der kabelgebundenen Variante mit Hilfe eines Adapters, dem Samsung AllShare Cast-Dongle, dem EZCast und dem EZCast Pro war damit der Ring frei für Runde 5 (!!), um mir das Seelenheil wieder zu geben, das mir zwei Jahre mit der EZCast Pro-Lösung gegeben war.

Ich hatte sie alle – meine Tablet-Beamerlösungen über die Jahre: kabelgebunden dank MHL-Adapter, Samsungs AllShare Cast Dongle, EZCast, EZCast Pro und jetzt der Wireless Display Adapter von Microsoft

Zum Glück war wieder mal Verlass auf meine Kollegen bei Twitter, die mir auf mein Klagen sofort Antwort gaben. Und wieder war es Matthias Heil, der mir damals schon mit dem Tipp des Samsung All Share Cast-Dongle den Weg ins kabellose Arbeiten gezeigt hat. Auch dieses Mal hatte er einen Tipp auf Lager. Und der hieß Microsofts Wireless Display Adapter. Ich kannte die Dinger schon aus der Werbung, hatte sie aber nie wirklich als nennenswerte Alternative auf dem Schirm, da ich sie für ähnlich system-exklusiv gehalten habe wie Apple Produkte. Kommt ein Microsoft-Hardware-Dongle mit Android-Geräten aus? Die Frage ließ sich nur im Praxistest beantworten. Und nach der Zahlung von weiteren 45€, die das gute Stück gekostet hat.
Der Adapter kommt im typisch kubischen Design daher, mit dem Microsoft schon seit ein paar Jahren seine Produkte und Logos ausstattet. Das hübsche Ding verfügt über zwei Anschlüsse: einmal einen HDMI-Anschluss, der an den Beamer kommt, und dann einen USB-Anschluss, über den der Dongle den nötigen Strom bezieht. Völlig ohne Kabel wie beim EZCast Pro, der dank MHL komplett ohne Strippensalat auskam, geht das also nicht vonstatten. Dafür ist das Kabel angenehm kurz und in den Adapter integriert. Das umständliche Herumschleppen von HDMI-, USB-Kabel und (schlimmstenfalls) Netzgerät entfällt also. Für den Fall, dass aber die Verbindung durch Kabelbruch irgendwann einmal beeinträchtigt wird, kann man den kompletten Dongle wegwerfen. Ärgerlich, aber von der Fertigung her macht der Adapter den Eindruck, als ob er schon ein paar Jährchen halten wird.
Wichtiger ist für mich allerdings die Verlässlichkeit. Wie schnell verbindet sich der Stick mit einem mobilen Gerät? Verbindet er sich überhaupt? Und wie schnell lässt er sich wieder verbinden? In a nutshell? Schnell, ja, schnell.
Im Vergleich mit allen anderen Lösungen, die ich bisher am Beamer benutzt habe, verbindet sich Microsofts Wireless Display Adapter tatsächlich am schnellsten. Bei mehreren Testläufen stand die Verbindung unterhalb einer Minute. Und zwar ausnahmslos. Verbindungsprobleme gab es beim Austesten nur ein einziges Mal mit einem Gerät, das auf der derzeit aktuellsten Android-Version (Nougat) läuft. Aber seit dem gibt es überhaupt kein Problem mehr. Mit keinem der Geräte. LG, Samsung, Huawei oder Medion – der Dongle zeigt sich erfreulich kontaktfreudig und schließt über Miracast-Standard in Windeseile Freundschaft, der in Android ab Version 4.2 ab Werk integriert ist bzw. war. Da war der EZCast Pro schon etwas wählerischer, der Samsung AllShare Cast Dongle natürlich auf hauseigene Produkte fixiert. Hat mich sehr gefreut. Ebenso wie die Möglichkeit der Wiederverbindung. War beim EZCast Pro das Verbinden mit dem Dongle nur für zwei Minuten möglich, ist der Microsoft Adapter permanent auf Brautschau. Will man sich im Unterricht also wieder mit dem Dongle verbinden, aktiviert man das Screen Mirroring/Smart View/Miracast auf dem Tablet und hat nach spätestens 10 Sekunden eine Verbindung.

Fazit: Sieht nach einer neuen wunderbaren Freundschaft aus. Der Wireless Display Adapter tut das, was er soll – unkompliziert, ohne zusätzliche Apps und Stolpersteine. Hoffen wir mal, dass nicht auch Microsoft sein Produkt mit einer neuen Firmware versaut.

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13 Antworten zu No strings attached: Neue Runde bei den Streaming Sticks

  1. Martina Grosty schreibt:

    Ich arbeite mit dem Adapter seit 2 Jahren. Er hält locker 7 Std. im Dauerbetrieb die Verbindung. Auch die bisherigen Firmware Updates liefen reibungslos.
    Von daher denke ich Du wirst eine Menge Freude darn haben.
    Ein weiterer Tipp für Dich, ich habe mir die „Wireless Display Adapter App herunter geladen. Darüber kann man unter anderem den Namen des Adapters ändern. Gerade wenn mehrere Adapter imHaus vertreten sind findet man seinen schnell wieder.

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  2. Peter Ringeisen schreibt:

    Danke für deinen Erfahrungsbericht! Dann müssen meine Verbindungsprobleme wohl entweder mit unserer Hardware zusammenhängen oder mein MS Display Adapter ist irgendwie schadhaft. Meine Geräte-Kombi (MS SurfacePro + Display Adapter) findet nur in Ausnahmefällen sofort eine Verbindung. Deshalb habe ich seit ein paar Wochen einfach ein drei Meter langes HDMI-Kabel im Rucksack dabei … 😉 *rolleyes*

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  3. fstipberger schreibt:

    Ich arbeite seit etwa 4 Jahren mit einem Viewsonic Wireless Presenter WPG-370. Funktioniert auch mit VGA, auch ohne Miracast. Super zufrieden. Ist zwar teurer als der Wireless Display Adaper von MSFT aber dafür variabler. In vielen Klassenzimmer gibt es bei uns einen Wireless Display Adapter, der sicherlich noch einfacher zu bedienen ist, wie der WPG-370. Auch mit den Adaptern (mit wenigen Aussetzern) gute Erfahrungen und problemlos in der Anwendung.

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  4. Christian schreibt:

    Der MS Stick ruckelt bei mir nur. Ist absolut kein Vergleich zum Google Chromecast. Damit läuft alles flüssig. Leider benötigt man eine Internetverbindung.

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  5. H.P schreibt:

    Der MS-Adapter V2 hat wenn Probleme nur mit der Firewall des Anitviren Programms. Bei Übertragung von Videos in Full-HD Qualität haben nahezu alle Adapter Ihre Probleme.

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