Vom Brennen

Bob meinte in seinem aktuellen Podcast des Referendarsflüsterers, dass in unserem Job auf Dauer nur die bestehen können, die dafür brennen. Die mit Leidenschaft an ihre Fächer gehen und ihre Begeisterung dafür an die kommende Generation weitergeben wollen. In dieser Hinsicht sehe ich mich absolut in meinem Traumberuf. Ich brenne für meine Fächer, ich brenne für meine Schule, ich brenne für die Arbeit mit den Jugendlichen. Aber ich brenne zu viel. Und ich habe Angst auszubrennen.
Ich habe schon mehrmals im Blog darauf Bezug genommen, mich regelmäßig dazu geäußert, wie wichtig ist, Zeit für sich selbst zu nehmen. Den Job mal den Job sein zu lassen. Aber bei mehr als einem hehren Vorsatz bleibt es bei mir irgendwie selten. Ich hab haufenweise Fortbildungen besucht, die zum Thema Zeitmanagement wichtige und richtige Tipps geben. Mit tollen Vorlagen und Beispielen, wie man am besten die Balance hält. Wie man nicht im Alltag des Systems Schule untergeht. Alles toll. Aber irgendwo umsonst. Die alten Gewohnheiten sitzen bei mir zu tief. Und plötzlich findet man sich wieder bis Mitternacht am Schreibtisch sitzen und stellt sich dieselbe Frage: Kann es das sein?
Was ist das Problem? Ich stelle mit einer Mischung auf Zufriedenheit und Schrecken fest, dass nach all den Jahren das Kerngeschäft – das Unterrichten – bei mir fast schon nebenher läuft. Meine Stunden sind gut vorbereitet, digital archiviert und laufen zu einem großen Teil in den Klassen. Ab und an muss ich mal aktualisieren, weil die untertitelte Antrittsrede eines Barack Obama im Jahre 2017 in der Oberstufe keinen mehr hinter dem Ofen hervorlockt. Aber ich muss nirgendwo mehr bei 0 anfangen. Es sind diese ganzen Mini-Jobs, die sich im Laufe der Jahre in der Schule anhäufen und Zeit sowie Nachmittage beanspruchen. Ich bin Klassleiter, ich bin Verbindungslehrer, ich bin im Lehrerchor, ich bin in einem Team zur Schulentwicklung, ich betreue die Klassenfahrt der Oberstufe, ich bin im Personalrat. Alles Arbeiten, die mir eigentlich Spaß machen und auch wichtig sind, aber in ihrer Summe viel Zeit und Energie rauben. Und wenn ich ganz pessimistisch bin: Für mein berufliches Weiterkommen bringen mir diese ganzen Arbeiten im Grunde kaum mehr als einen anerkennenden Klopfer auf die Schulter. Ich brenne an so vielen Stellen.
In der Freizeit sieht es nicht anders aus. Ich liebe, was ich abseits von Schule mache. Aber ich will alles auf einmal: Ich will zwei Mal die Woche Sport, ich will Musik machen, ich will ein Sozialleben haben, ich will mein Spanisch aufbauen, mein Französisch verbessern, ich will den Blog am Leben halten, neue Methoden und Technik ausprobieren – und plötzlich hab ich so viel zu tun, dass es 0 entspannt. Ich brenne. Wie in der Schule. Aber nicht auf eine gesunde Weise. Ich lodere. Wie ein Flächenbrand.
Ich bewundere die Kollegen, die diesen Spagat scheinbar spielerisch hinbekommen. Unterricht hier, Fachbetreuer dort, Prüfung an der Uni abgenommen, AK Irgendwas, nebenher eine Familie mit zwei Kindern ernähren, einen Podcast betreiben, die deutschsprachigen Landen regelmäßig für educamps zu bereisen. Wie schafft ihr das bloß? Ich hab auch nach all den Jahren keine Antwort darauf. Vielleicht habt ja ihr eine, die ihr mir in den Kommentaren mitteilen wollt… Die ersten Kollegen haben auch bereits bei Twitter geantwortet.

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26 Antworten zu Vom Brennen

  1. herr_mess schreibt:

    bildungsluecken.net macht schon mal den Anfang 🙂
    http://bildungsluecken.net/257-gebt-lehrern-mehr-zeit

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    • Leider hat sich an den Rahmenbedingungen seit der Veröffentlichung des Beitrags von bildungsluecken.net im Jahr 2015 meiner Wahrnehmung nach nichts wesentlich abgemildert, sondern eher noch ungünstig verstärkt.
      Umso wichtiger ist es, sich ein Überlebenskonzept in diesen deutlich ungünstigen Rahmenbedingungen zurecht zu legen.

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  2. Pingback: Vom Brennen | quisquilia

  3. Bin selbst gerne ein leidenschaftlicher Lehrer und habe auch das Brennen schon gespürt.
    Ich warne vor dem Feuer-Bild.
    Stattdessen rate ich dazu, die eigene Arbeit und Person immer wieder wie von außen zu betrachten und zu reflektieren. Besonders im Kreis wohlwollender Kolleg*innen, beispielsweise in einer pädagogischen Fallbesprechungsgruppe (kollegial oder auch mit externer Leitung).
    Das hilft mir, mein Ausbrennen zu vermeiden.
    Ich rate nicht zur Kälte – wohl eher zur regelmäßig reflektierten und realistischen Selbstbeschränkung.
    Und ich gebe regelmäßig an die politisch Verantwortlichen die Rückmeldung, dass qualitativ hochwertiger Unterricht günstige Rahmenbedingungen benötigen. Aktuell ist der Anspruch mit den gegebenen Rahmenbedingungen in der Regel nicht umsetzbar. Das sehe ich genau wie bildungsluecken.net.

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  4. Hokey schreibt:

    Nun, ich habe mich dafür entschieden, folgendes zu beherzigen, um irgendwann nicht auszubrennen:
    – ich höre spätestens um 20.00 Uhr mit der Arbeit auf (wenn nicht der Busch brennt, was vorkommen darf)
    – der Samstag bleibt vollständig frei von Schule (nur Familie; auch hier gilt die Buschbrandausnahme)
    – was ich nicht schaffe, schaffe ich nicht
    – ich nehme mir regelmäßig Zeit für Sport und Hobbys
    – ich trenne strikt berufliche und private Kommunikation (gelingt nicht immer, aber Eltern bekommen keine Mobilnummer und keine private Mail; mein Lehrer-Telefon steht im
    Arbeitszimmer und stört nicht die Familie)
    – Springstunden (Hohlstunden) in der Schule werden zum Arbeiten genutzt und diese Arbeit schon am Vortag gezielt ausgewählt (sonst quatsche ich nur und trinke Kaffee)

    Das wären meine 2 Cent. Am wichtigsten scheint mir der Sport, denn der funktioniert wunderbar als Ausgleich und tut auch noch dem Körper gut.

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    • herr_mess schreibt:

      Ich danke dir für den Input. Da bin ich ja schon auf einem richtigen Weg, weil ich auch eisern am Sport festhalte – auch wenn ich dafür immer etwas ungläubig von den Kollegen angeschaut werde. Die Freistunden zu nutzen habe ich auch oft probiert, aber klappt selten, weil ich mich im Kollegium so wohlfühle und wir ständig ins Quatschen abdriften. Aber ich versuch’s mal. Vielleicht muss ich mich in irgendein Kellerloch verziehen, wo mich keiner wahrnimmt 🙂

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  5. Hauptschulblues schreibt:

    Hauptschulblues meint, dass Sie zuviel machen. Unterricht und Schulentwicklung, oder Unterricht und Personalrat, das wäre genug. Und wenn Sie im Schulentwicklungsteam sind, sollte doch dort die Bremse vor dem Brennen, vor dem Ausbrennen verankert sein.

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  6. frauherb schreibt:

    Das
    – ich höre spätestens um 20.00 Uhr mit der Arbeit auf (wenn nicht der Busch brennt, was vorkommen darf)
    – der Samstag bleibt vollständig frei von Schule (nur Familie; auch hier gilt die Buschbrandausnahme)
    – was ich nicht schaffe, schaffe ich nicht“
    beherzige ich auch, mit den anderen Dingen in Hokeys Liste klappt es nicht immer. Besonders das letzte schreibe ich mir zur Zeit besonders auf die Fahnen, nachdem es mir letztes Schuljahr nicht gut ging. Bei mir gibt es leider viele Aufgaben als Teil meiner Tätigkeit, für die ich gar nicht „brenne“. Das Bereichernde, z.B. Unterricht kommt zu oft zu kurz, was ich dieses Jahr verstärkt ändern möchte. Immerhin hat die Erfahrung mit den lästigen Dingen gezeigt, dass meine angeborene Faulheit und der Drang, aufzuschieben, auch sein Gutes hat: Manches scheinbar Dringende, enorm Wichtige (meist von oben so gesehen) erledigt sich von selbst!

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    • herr_mess schreibt:

      Ich merke auch immer mehr, wie mir der Unterricht eigentlich fast schon nebenher von der Hand geht. Ich nutze ihn aber auch seit diesem Jahr auch bewusst als Energiequelle. Vor einer Klasse geht’s mir einfach gut!

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  7. Herr Rau schreibt:

    Was Hokey gesagt hat. Und dann, was Hauptschulblues gesagt hat: Nicht verheizen lassen, um im Bild zu bleiben. (Um Blade Runner zu bemühen: Die Flamme, die doppelt so hell brennt…) Ich glaube, Begeisterungsfähigkeit ist wichtig, aber ich bin mir nicht mal sicher, ob sie absolut nötig ist. Aber die Begeisterung sollte sich nicht nur auf die Schule beziehen. — Findest du ein Vorbild an der Schule, das es besser macht als du, von dem du lernen kannst? Ich stelle mir bei solchen Fragen gerne mal einen ganz konkreten ehemaligen Lehrer an meiner Schukle vor, der das alles ganz toll hingekriegt hat. (Weitgehend offline übrigens.)

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    • herr_mess schreibt:

      Danke für den Tipp! Ein, zwei Kollegen habe ich da schon im Kopf, wenn ich ehrlich bin, aber „angezapft“ hab ich die noch nie. Vermutlich aus falscher Scham, so etwas wäre etwas zu übergriffig.

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  8. tommdidomm schreibt:

    Ja, und übrigens vielen Dank für diesen Blogpost, den ich heute mittag vor dem Burger King las, nachdem ich mir einen Golfplatz angeschaut habe, zu dessen Golfclub ich nächstes Jahr gern wechseln würde. Da saß ich in der Sonne mit meinem Bacon-King. Und seitdem kullert mir das durch den Kopf. Danke. Super. Hatte ja eigentlich gut angefangen der Ferientag heute.

    Erst wollte ich einfach nur über das „Brennen“ schreiben, denn das ist bei mir durchaus nicht positiv konnotiert. Wenn ich von brennenden Pädagogen lese, dann denke ich an, sorry, durchgeknallte Lehrer, die da so vor sich hinlodern am Pult.
    Ich halte das auch für gefährlich, wenn man diese Vorstellung an den Anfang einer Lehrerausbildung setzt. Wie sehr muss man sich dann unter Druck gesetzt fühlen, wenn man nur ein wenig glimmt? Je länger ich drüber nachdenke, umso schlimmer wird das Bild in meinem Kopf. Überall nur noch Fackeln um mich herum.

    Dann fiel mir später dazu wieder ein Satz ein, den ich an anderer Stelle im Internet fand: „1. Schule ist ein Job und zwar nur ein Job. Ich bin Profi und liefere gute Arbeit für gutes Geld, aber das ist es dann auch.“ Das fand und finde ich – nicht als einzigen aber doch grundlegenden Satz – sehr gut. Die Auflistung geht noch weiter und sollte seinen Platz m.E. in der Ausbildung von Lehrern finden.

    Als ich nach dem Burger King weiter nachdachte, wollte ich dir eine Auflistung der Ärzte geben, die ich in diesem Jahr aufgesucht habe, weil mein Hausarzt zu Beginn des Jahres a) meine Blutwerte untersuchen ließ und b) nicht weiter zusehen wollte, wie mein Blutdruck in Richtung Decke geht. Das Spannende daran war, dass u.a. beim Hausarzt, Kardiologen, Pneumologen und Schlafmediziner jedes Mal das Gespräch denselben Verlauf nahm:
    „Organisch liegt nichts vor….Was machen Sie noch Mal beruflich?“
    „…“
    „Ah, alles klar…“ (sorgenvolle Miene)

    Und ich behaupte von mir noch nicht einmal, dass ich brenne.

    Im Prinzip aber glaube ich, dass ich hier gar nichts schreiben muss, eigentlich muss das keiner, denn du hast dir ja die Antwort in deinem Post schon selbst gegeben. Und es geht sicher nicht darum herauszufinden, wie du das alles, was du aufzählst, stemmen kannst in Zukunft.

    PS: Meine Blutwerte sind übrigens wieder normal, der Blutdruck ist eingestellt. Ich fürchte auch, dass eins meiner größten Probleme eher die – ganz seltenen – Burger-King-Besuche sind.

    Aber der Golfplatz war schön. Wirklich schön. Oberpfalz.

    Hm.

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    • herr_mess schreibt:

      Ich danke dir für deinen sehr langen und ehrlichen Eintrag. Du hast recht, mir ist klar, dass ich diesen Wust an Aktivitäten weder schultern soll noch muss… und auch nicht werde. In den nächsten Wochen werde ich das, was am entbehrlichsten ist, abschütteln. Gerade tut sich schon was auf, was ich abgeben kann. Der Chef ist heute auf mich zugegangen und hat mich gebeten, ob ich mir noch eine andere Kleinigkeit zutrauen würde. Ich habe ohne nachzudenken erwidert, dass ich nichts mehr an Aufgaben annehme, wenn ich dafür nicht auch irgendwas anderes abgeben kann. Das hätte ich letztes Jahr wohl noch nicht gebracht 🙂

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  9. lilohenner schreibt:

    Lieber Herr Mess,
    mit Interesse und auch ein wenig Enttäuschung lese ich deinen Beitrag, denn nun verstehe ich besser, warum du weniger bloggst als noch vor einiger Zeit. Gute Tipps hast du zur Genüge erhalten, da könnte ich mich nur anschließen. Nach 20.00 Uhr ist Sense!

    Aber das ist nicht alles. Ich denke, dein Problem geht tiefer.
    Es ist gar nicht nur die Arbeitsbelastung, wer sich für etwas begeistert, der kann wahnsinnig viel schaffen. Es ist die Wirksamkeit oder deren Fehlen, was uns erledigt. Wenn man etwas tut und sieht, wie es wirkt, wie sich einiges dadurch verändert, dann bleibt die Motivation erhalten, wie von Zauberhand erhält man neue Energie. Anders ist es bei den Tätigkeiten, die man selbst als so wichtig empfindet, aber von außen entweder Desinteresse oder anders ummantelten Stillstandswillen spürt. Das hemmt uns. Das kann uns ausbrennen lassen.
    Vielleicht betrachtest du all deine verschiedenen Tätigkeiten mal aus dieser Perspektive. Da bin ich grade auch dran.
    Gutes Gelingen wünscht dir Frau Henner

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    • herr_mess schreibt:

      Ist ja lieb, dass dir meine Blog-Frequenz aufgefallen ist :-* Hat nicht nur mit der Arbeitsbelastung zu tun. Zum einen ist bei mir privat auch viel los, was mich ungemein erdet. Zum anderen ist die Faszination Blog, die man in den ersten Monaten noch hat, verflogen. Mein Blog ist halt einfach ein Blog. Ich liebe es, ihn zum Austausch zu nutzen, und in den vier Jahren hier ist ja auch wirklich gut was an Content zusammengekommen. Aber irgendwann hat sich die Begeisterung um die Neuheit gelegt und man nutzt es einfach nicht mehr so exzessiv wie vorher. Wie bei einem neuen Auto 🙂
      Ich denke, dass ich beim Abwägen, was ich sein lasse, tatsächlich immer diese Sinnhaftigkeitsfrage stellen muss. Die nagt wohl tatsächlich am meisten an mir. Trete ich mit meinem Bemühungen auf der Stelle? Bekomme ich mich, Kollegen, die Schule damit weiter. Oder ist das einfach nur wieder ein Posten auf der Liste der Tätigkeiten, die man zur Beurteilung mit abgibt, die aber keinen mehr kratzt.
      Ich halte dich/euch aber auf dem Laufenden 🙂

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  10. Andreas Timmer schreibt:

    Geht mir auch so. Der Spagat zwischen Schule und Familie will zur Zeit nicht wirklich funktionieren. Die vielen Minijobs knabbern an einem.
    Dadurch leidet der Job, die Familie und ganz nebenbei die Gesundheit.

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  11. Christiane schreibt:

    Wir probieren gerade etwas Neues aus – ich bin gespannt, ob wir es hinbekommen und ob es so funktionieren kann, wie geplant:
    Wir haben eine definierte 40-h-Woche, davon 20 Zeitstunden Unterrichtsverpflichtung. Es gibt ein Zeitkontingent für gemeinsame Absprachen und Elternarbeit. Gearbeitet wird nur in der Schule, der Dienstlaptop bleibt dort. Es gibt 30 Ferientage, ansonsten ist man halt in der Schule – entweder in der Ferienbetreuung oder in Zukunft wird das dann die Zeit sein, in der man großartigen Unterricht vorbereiten kann.
    Für mich hat das den Vorteil, dass mein Hirn nach Verlassen der Schule sagt: Feierabend! Du musst jetzt nichts mehr für die Schule tun. Das ist sehr erholsam und befreiend
    (verhindert aber nicht, dass man nicht doch im Museumsshop nach genialem Unterrichtsmaterial Ausschau hält…).

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  12. Andrea schreibt:

    Mir ging es wie Dir. Seit diesem Schuljahr habe ich mich aus allen AGs gelöst, mache nichts mehr zusätzlich und benutze meine bisherigen Konzepte und Vorbereitungen. Ich mache keine digitalen Experimente mehr und nutze für die Klassen nur noch das Equipment, dass meine Schule zur Verfügung stellt. Weder Schüler noch Kollegen sind damit unzufrieden – im Gegenteil.

    Fazit: Ich muss (sehr) wenig vorbereiten und habe nachmittags und am Wochenende frei. Mein Leben ist jetzt wieder entspannt. Ich mache Dinge, die mir wichtig sind. Schule ist nur noch ein Job.

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    • herr_mess schreibt:

      Auf so etwas wird es bei mir auf Dauer wohl auch hinauslaufen, Andrea. Auch wenn ich nicht der radikale Cutter bin. Bei mir dauert das Rauslösen bestimmt ein bisschen und passiert nach und nach, weil ich bestimmt noch abwäge, welche dieser Aktivitäten mir auch irgendwo „gut tun“ und welche unnötig Ressourcen fressen

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  13. Pingback: Von der Wirksamkeit | Viele Grüße aus der Provinz

  14. lehrerperle schreibt:

    Dein Beitrag spiegelt mich ziemlich gut wieder. Hmmm… Ist man als Junglehrer (bis ins 8. Jahr nach demRef?) nicht irgendwie in der Ausprobierphase? Was interessiert mich im System Schule? Wo will ich mal hin? Will ich überhaupt irgendwo hin? Niemand sagt, dass es neben dem Unterrichts-/Verwaltungsgeschäft noch irgendwas geben muss. Schule kann „nur“ Schule sein. Warum unbedingt mehr Engagement? Vielleicht probiert man sich am Anfang echt zu viel aus und schraubt dann automatisch runter. Das machst du ja. Ich auch. 😉 Denn die übernommenen Aufgabenbereiche sinnvoll zu handeln, ist Anstrengung genug.

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  15. lilohenner schreibt:

    Wenn ich eure Kommentare so lese, denke ich, wie schwierig es doch ist dann wieder die Balance zu finden, dennoch sein Möglichstes zu tun und eben nicht nur den Dienst nach Vorschrift, der uns ja bei so manchem Kollegen auf die Palme bringt. Das ist auch eine Herausforderung.

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