Abitur 2014 – Eine Wette

avat_freuGroße Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Denn morgen geht’s los mit dem königlich bayerischen Abitur. Für Schüler die bislang größte akademische Belastungsprobe ihres Lebens. Aber auch die Lehrer werden gut zu rödeln haben. Da dieses Mal zwischen keiner der fünf Prüfungen irgendwelche Schulferien liegen – wie es normalerweise üblich ist -, haben die lieben Kollegen ein paar aufregende Wochen vor sich, in denen alles am besten bis vorgestern korrigiert und bewertet sein muss. Wieviel Zeit dabei tatsächlich drauf geht, haben die aller wenigsten tatsächlich gemessen. Man arbeitet diesen riesigen Stapel an Arbeiten irgendwann mit einer gewissen Routine durch, ohne auf die Uhr, aus dem Fenster oder an sich runter zu schauen – bis jetzt. Ich möchte dieses Jahr probeweise mal sehen, wieviel wirklich bei der Korrektur eines Abiturs drauf geht. Dabei hab ich an folgendes Raster gedacht:

Vorbereitungen

  • Vorbereitungen zur mündlichen Vorprüfen (Recherchieren von passenden Cartoons und Diskussionsthemen)
  • Vorbereitung zum Kolloquium
  • Kopieren und Einscannen von Prüfungsaufgaben
  • Erstellen eventueller mündlicher Zusatzprüfungen

Schriftliche Prüfung

  • Einteilen zur Aufsicht
  • Erstkorrektur mit Kommentaren
  • Zweitkorrektur
  • Eventuelle Absprachen mit Zweikorrektor
  • Eintragen der Ergebnisse

mündliche Prüfungen

  • mündliche Vorprüfung zum schriftlichen Englischabitur
  • Abhalten des Kolloquiums (nur stilecht mit K)
  • Abhalten von eventuellen Zusatzprüfungen

Essen und Trinken

  • verbrauchte Espressi (sehr heikles Thema!)

Wetten über die einzelnen Kategorien oder zum Gesamtergebnis werden hiermit gerne angenommen und können in den Kommentaren eingetragen werden.
Zur Hintergrundinfo, die beim Abschätzen vielleicht etwas helfen könnte: Ich habe dieses Jahr die Ehre eine Englisch-Abiturs. Fast 30 Kandidaten stellen sich der wunderbaren Disziplin der Anglistik im diesjährigen Abitur. 22 davon in der schriftlichen, 8 in der mündlichen Prüfung, dem sog. Kolloquium (das übrigens, um sich vom G9-Colloquium graphemisch abzugrenzen, mit K geschrieben wird).

Also? Wie viel Stunden sollen’s denn sein?

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11 Antworten zu Abitur 2014 – Eine Wette

  1. cbteacher schreibt:

    Ok, Bin dabei. Ich schätze 50 Stunden, konservativ gerechnet. Ich habe dieses Jahr 18 Schriftlich und einen mündlich. Biete dafür 30 Stunden.

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  2. Frau Henner frauhenner.blogspot.com schreibt:

    Juhu! Schriftlich bin ich fertig – aber ich hatte weit über 50 Prüflinge. Und dafür wenig Osterferien. Bei uns ist momentan die Drittkorrektur, die scheint es so in Bayern nicht zu geben? Fairerweise bekommen wir in BaWü aber Korrekturtage – die müsste man ja wieder abrechnen, weil ich da nicht unterrichte. Leider konnte ich gar nicht alle Tage nehmen – wegen der Ferien war gar nicht genügend Unterrichtszeit, die man hätte freinehmen können 😉
    Darf man eigentlich die schlaflosen Nächte mit dazuzählen, weil einen die Korrekturergebnisse so umtreiben?
    Nun bin ich sehr gespannt auf dein Ergebnis!

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  3. Maggy schreibt:

    Ich schätze mal 75 Stunden.

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  4. Bob Blume schreibt:

    Da du ja schon einmal geschrieben hast, wie lange du in einer stressigen Woche brauchst, bin ich bei 110.
    Ich wünsche es dir nicht, aber ich will gewinnen. 🙂

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  5. Madame Fifi schreibt:

    Ich würde knapp 2 Stunden pro Prüfling schätzen, dazu kommt etwas Zeitvergeudung mit Kollegen.
    Ich schätze mal 64 Stunden.

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  6. KC schreibt:

    Auf die Espressi dürfen wir nicht wetten? *schmoll*

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  7. zwischenbuechern schreibt:

    Da ich nur von meinem Espressi Konsum ausgehen kann an stressigen Tagen würde ich bei knapp 80 Stunden Korrekturzeit auf mindestens 40 tippen 😉

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    • cbteacher schreibt:

      Ok, ich muss dann mal nachbessern. Anfängerfehler… Habe gerade die erste LK-Abiturklausur meines Lebens korrigiert. 3 h… Ich tippe dann doch mal eher auf 40 für mich und 100 für dich. Ich muss übrigens im Schnitt eine Klausur pro Tag schaffen. Das wird lustig.

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