Big Bang Theory: Sheldon Cooper Latine loqui temptat

avat_lachenComedy-Serien haben es bei Vertretern meiner Generation sehr schwer, da wir als TV-süchtige Kiddies und Teenager alles schon mal gesehen haben. Wir kennen das Familien-Idyll der Cosby Show, den satirischen Gegenentwurf durch die schrecklich nette Familie, die unterhaltsame Fraktion des White Trash dank Roseanne oder die Patchwork-Varianten à la Two and a half men oder Will & Grace. So lustig und (auch skandalös) diese Serien zu ihrer Zeit waren, bin ich immer wieder erstaunt, wie altbacken einige der Serien heute rüberkommen, wenn man sie in der Wiederholung sieht. Vielleicht wird man eines Tages auf die Big Bang Theory genauso schauen, wenn die Serie in die Jahre kommt. Aber im Moment ist sie schlichtweg das Beste, was man in der Comedy-Landschaft zu Gesicht bekommt. Zumindest für mich. Die teilweise arg kauzigen Charaktere sind so herrlich schräg und erinnern mich desöfteren wirklich an den einen oder anderen Kommilitonen, dem ich im Studium über den Weg gelaufen bin. Wie weltfremden Elfenbeinturmbewohner gibt es nämlich nicht nur unter den Mathematikern und Physikern. Auch Altphilologen haben desöfteren durchaus einen… nun ja… nennen wir es… eigenbrötlerischen Charme. Auch dort gibt es die Sheldons, die Wollowitzes… wenn auch mit besseren Lateinkenntnissen. So sehr sich Sheldon in S3E2 (The Jiminy Conjecture) nämlich seiner Lateinkenntnisse brüstet, hätte er doch bei der Perfektbildung besser aufpassen sollen:


Was hat Sheldon falsch gemacht? Die Antwort gibt’s in weiß unter diesen Zeilen:

Perdere bildet das Reduplikationsperfekt. Die Form müsste also perdidisti heißen.

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