Meine kleinen Seelentröster

avat_freuAch ja, meine Oberstufe! Wir haben einfach einen Draht zueinander. Ich merke, wenn bei ihnen was los ist, und sie, wenn’s dem Herrn Mess nicht so besonders geht. Dieser Tage ist dem ganz besonders so. Ende Januar bekomme ich eine Arbeit nach der anderen um die Ohren gehauen, tausend bürokratische korinthische Ausscheidungen, die sich in der Summe einfach aufsummieren, Korrekturen, Elterngespräche, Schülergespräche, Organisation von einer Exkursion… mehr davon demnächst. Die Arbeit erdrückt mich. Es gibt im Moment keinen Tag, wo ich nicht vor 23.00 vom Schreibtisch aufstehe. Die Folge ist klar: Ich bin entweder abgespannt oder fahrig. Nachdem ich heute in der Oberstufe ein paar Leute wegen fehlender Hausaufgabe etwas sehr drastisch angemault habe, entschuldige ich mich und erkläre ihnen, was bei mir gerade alles los ist. Claudi in der zweiten Reihe schaut etwas betroffen: „Ist schon gut. Kann man Ihnen irgendwas Gutes tun?“ Ich schau nur etwas mitleidig drein und meine nur, dass ich einfach mal ein paar ruhige Stunden brauche, und erzähle ihnen die Geschichte, wie mich in der Kindheit immer zwei Sachen in Krisenzeiten beruhigt haben: Die 3???. Oder wahlweise Tetris auf meinem alten Gameboy.
Als ich mich heute Nachmittag für eine weitere Korrekturrunde wappne und auf den Heimweg machen will, entdecke ich in meinem Fach einen kleinen Zettel, den mir wohl irgendjemand aus der Oberstufe hat übermitteln lassen:

gameboy

Ist meine Oberstufe nicht wunderbar?

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9 Antworten zu Meine kleinen Seelentröster

  1. fraubutterbrot schreibt:

    Lehrer sind Menschen. Und einige Schüler wissen das eben doch! Und Ihre sind besonders goldig 🙂

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  2. Holger schreibt:

    Schööön…

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  3. apfelspalte19 schreibt:

    solche kinder sind Grund genug um alles übrige durchzuhalten!!!

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  4. teacheridoo schreibt:

    Herzig! 🙂

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  5. Tina schreibt:

    Zuckersüß! Sie scheinen wirklich einen guten Draht zu haben 🙂

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  6. frauhilde schreibt:

    Jöö.
    Genau dafür lohnt es sich, bis 23 Uhr am Schreibtisch zu sitzen.

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  7. Frau Henner frauhenner.blogspot.com schreibt:

    Ja! Und sie wissen auch noch, wie so ein Gameboy aussieht. So ungefähr jedenfalls.
    Manchmal beneide ich ja Grundschullehrer für ihre Sammlung spontaner Liebesbezeugungen. Nach dem Motto: Frau Soundso du biest die beste Lererin auff dr WeLT! Wir Gymnasiallehrer sehen so etwas leider nicht so häufig. Manchmal am Schuljahresende von der Unterstufe. Deshalb, Zettel unbedingt aufheben!

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    • herr_mess schreibt:

      Sehe ich genauso. Es bekommt einen Ehrenplatz in meiner kleinen Sammlung. Dass die einen Gameboy so genau kennen, hat mich auch sehr gewundert. Entweder haben die ein Bild gegoogelt (Handies in der Schule!!!), oder da ist jemand ein echter Retro-Gamer 🙂

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      • Tina schreibt:

        Also, ich habe schon festgestellt, dass ganz viele Kids den Gameboy nur kennen, weil es Hüllen/Cases für’s iPhone im Gameboy-Look gibt… Die scheinen grade irgendwie in zu sein, jedenfalls bei den Siebtklässlern, mit denen ich zu tun habe. „Gucken Sie maaaal, kennen Sie daaaas? Voll cooooool, kann man zocken hahahaha. Ne Spaß, is‘ nur ’ne Hülle!“ Ja, ich kenne das tatsächlich… Sogar als eigenständiges Gerät, auf dem man tatsächlich zocken kann… 😀 Wer hätte das gedacht 😉

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