Vom Gottvertrauen

avatarIn meine Fünfte kommt so langsam Struktur. War die Klasse zu Beginn noch total euphorisch ob ihrer ersten guten Ergebnisse, unterlag die Lernmoral danach… nennen wir es… strukturellen Schwankungen. Auf eine 1 in der Ex folgte beim selben Schüler eine Fünf in der Ausfrage, dann eine 2 in der nächsten Ex, gefolgt von einer 5 in der nächsten. Ein ständiges Auf und Ab. Und das bei gut einem Drittel der Klasse. Für einen Lehrer ist der Fall bei so einem Leistungsbild klar. Die Kleinen lernen nicht kontinuierlich, sondern ruhen sich gerne auf den Lorbeeren der guten Leistungen aus. Dürfen sie ja. Nur nicht zu lange. Um mehr Kontinuität reinzubringen, sind alle Parteien aktiviert: Ich lasse die Kinder sich regelmäßig selber einander testen, schreibe viele Minitests (nach Woche 7 sind wir mittlerweile bei Extemporale numéro huit angekommen), predige den Kleinen permanent, wie wichtig es ist, täglich was für Latein zu machen, bitte die Eltern um verstärktes Überprüfen von Hausaufgaben. Natürlich mache ich das nicht, weil ich im Studium ein Semester Sado-Masochismus belegt habe. (Klar werden die Kleinen durch die ständigen Kontrollen getriezt, aber das bedeutet ja auch für mich einen enormen Mehraufwand an Korrekturen, den ich aber gerne bereit bin zu leisten. Mit einer festen Basis ist Latein nämlich ein mehr als sicheres Pferd fürs Abitur). Da man mit Latein eine Sprache vor sich hat, die großenteils nur rezeptiv im Unterricht bearbeitet wird, muss man das Fehlen der produktiven Komponente durch eine entsprechende Anzahl an Übungen kompensieren. Auf diese Weise kommen die Schüler dazu, nicht nur ständig Latein zu übersetzen, sondern auch aktiv zu nutzen. Übung macht hier bekanntlich den Meister.
Und die ist für ein paar Schüler schon jetzt bitter nötig. Unter den Schülern hab ich in der Hinsicht den kleinen Toni im Auge, der schon in der dritten Stunde dadurch auffiel, dass er die knapp 15 Wörter, die die Kinder bis dato gelernt hatten, einfach nicht drauf hatte. Er ist auch der, der bei jeder Übung selbstbewusst erklärt ¨Das muss ich erst noch lernen.¨ Tja, tut er dann auch, aber leider immer viel zu spät. Und das merkt man mittlerweile auch an seinen Noten. Acht der mittlerweile zehn gemachten Noten sind jenseits des Bereichs eines ¨ausreichend¨. Für ein zehnjähriges Kind ist das frustrierend – vor allem so kurz vor der Schulaufgabe, in der es ja wirklich um etwas geht. Daher verkündete mir Toni in der ersten Stunde nach den Ferien freudestrahlend: ¨Ich hab jetzt das komplette Lernprogramm von Ihnen durchgearbeitet. Ich kann jetzt alles!¨ Und in der Tat fiel Toni auf einmal im Unterricht durch echte Kenntnis auf. Ich ließ ihn Formen bilden, Regeln erklären, übersetzen – das ganze Programm. Sein Selbstbewusstsein, das ja schon in den ersten Stunden einen ordentlichen Dämpfer bekam, nahm sichtlich zu. Als dann aber doch gestern eine Ex geschrieben wurde, wurde der Kleine wieder käseweiß. Er fiel sofort wieder in die alten Muster zurück – und das nur wegen dieser Leistungssituation, in der er die vorigen Male so oft versagt hatte. Während der Arbeitszeit merke ich, wie er mit großen Augen untätig auf das Blatt starrt. Ich beschließe, nochmal zu ihm hinzugehen. Es kann gar nicht sein, dass er mit der Ex ein Problem hat. All die Sachen hatte er Dutzende Male in den Stunden vorher in der Klasse gebildet. Er. Kann. Es. Und genau das sind meine Worte, die ich ihm mit einem aufmunternden Blick während der Ex zuflüstere. Toni beginnt zu arbeiten. In Rekordzeit. Von den 10 Minuten Bearbeitungszeit sind schon fast vier vergangen. Aber er schreibt sich die Finger wund. Als die letzte Minute anbricht und ich verkünde, dass demnächst eingesammelt wird, schaue ich wieder zu Toni, weil ich aus dem Augenwinkel aus seiner Ecke ständig irgendeine Bewegung wahrnehme. Ich muss zweimal hinschauen, um zu verstehen, was er da macht. Toni bekreuzigt sich. Mehrere Male. Dann küsst er seine Handfläche und streichelt damit die Ex, die vor ihm liegt, um sie zu ¨segnen¨. Mir bricht das Herz, als ich das sehe. Ich bin der Grund, dass der kleine Toni mit zehn Jahren Stoßgebete zum Himmel schickt, um eine gute Note zu bekommen. Wenn es schon so weit gekommen ist, was soll ich dem Kleinen sagen, wenn ich wieder eine Fünf drunterschreiben muss?
Zum Glück muss ich das nicht. Toni hat eine 1. Eine dicke feste Eins. Eine von gerade mal drei in dieser Ex. Für ihn die erste im Fach Latein überhaupt. Selten habe ich mehr Freude eine Note und einen Kommentar darunter geschrieben: ¨Da siehst du mal, was du drauf hast, wenn du den Stoff gut wiederholst. Mach bitte immer weiter so!¨ Toni soll merken, dass er selber für seinen großartigen Erfolg verantwortlich ist. Und nicht der Herrgott.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Alltag, Latein, Prüfungen, Unterricht abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

13 Antworten zu Vom Gottvertrauen

  1. daslandei schreibt:

    Wow, ich freu mich für Toni. Und für Dich natürlich auch – ich hab als Schüler lang gebraucht um zu verstehen, dass es den meisten Lehrern keinen Spaß macht, schlechte Noten zu vergeben. Bei Mathelehrern glaube ich da bis heute nicht dran ;).

    Diese Geschichte ist wirklich sehr anrührend. Schön, dass Deine Worte dem kleinen Toni das Vertrauen in sich zurück gegeben haben. Und wenn für ihn wichtig ist, dass Gott seine Finger noch im Spiel hatte – dann ist doch alles prima 😉

    Gefällt mir

  2. Melanie B. Weber schreibt:

    Könnte man ja eigentlich im Unterricht irgendwann mal aufgreifen – es gibt ausreichend kurze Gebete, die auch auf Latein vorliegen. Wo der Toni doch jetzt weiß, dass der Herr da oben auch Latein kann. 😉

    Es ist schön, wenn Kinder solche Erfolge erleben können und ihr Vertrauen in das eigene Leistungsvermögen zurück bekommen. Das passiert vermutlich viel zu selten.

    Gefällt mir

  3. frauhilde schreibt:

    Wie schön!
    Es ist wirklich traurig zu sehen, wenn so ganz kleine Mäuse entmutigt vor sich hinwurschteln, weil sie einfach keine Struktur bzw. kein System ins Lernen und Wiederholen kriegen.
    Und ich wünschte, meine Lateinlehrer wären von Anfang an ähnlich konsequent gewesen!

    Gefällt mir

  4. Miss Stress schreibt:

    Süüüß und erschreckend zugleich. Schon in der 5. dieses Prüfungsangstversagen. Zum Glück für Toni, dass er einen so achtsamen, motivierenden und emphatischen Lehrer hat.

    Ist es bei euch auch so, dass ihr bis zur achten Klasse alle Vokabeln und die ganze Grammatik in Latein durchgenommen habt?

    Gefällt mir

    • Miss Stress schreibt:

      Ist es bei euch auch so, dass ihr bis zur (Mitte der) achten Klasse alle Vokabeln und die ganze Grammatik in Latein durchgenommen habt?

      Das interessiert mich wirklich.

      Gefällt mir

      • herr_mess schreibt:

        Ja, ist auch bei uns so. Nennt sich Spracherwerbsphase. Ab der neunten Klasse liest man Originalautoren, für die man diesen Grundstock braucht. Für die einzelnen Autoren kommt noch Autoren Wortschatz dazu, das sind aber maximal 100 Wörter pro Autor. Also alles in Allem sehr überschaubar. In Englisch lernst du ein Vielfaches davon…

        Gefällt mir

  5. Miss Stress schreibt:

    Mir erschliesst sich dieser Lateinstress, den ich überall geklagt bekomme nicht. Scheint ja kein Einzelphänomen zu sein. Dass heute noch SuS wegen Latein die Klasse wiederholen müssen ist für mich wirklich unverständlich.
    An unserer Schule wird Latein eindeutig dazu missbraucht, die Klassenstärken zu verringern. Wenn in Latein regelmässig halbe Klassen eine 6 bekommen, dann kann ich nur sagen, dass hier die Schule versagt. Aber da das sich von Schule zu Schule unterscheidet, und jeder Lehrer seinen eigenen Notenspiegel machen kann, liegt das an der Zusammensetzung des Kollegiums, welche Resultate dabei heraus kommen.
    Mir ist es schleierhaft, wie Kinder mit Eltern, die nie Latein hatten, das mit einer vernünftig angesetzten Lernzeit bewältigen sollen. Nicht alle Muttis dieser Welt können sich den Luxus einer Halbtagesstelle leisten oder ganz aufhören zu Arbeiten. (Siehe Link.)
    http://partner-fuer-schule.nrw.de/forum-schule/meldungen/panorama/detail/stressfaktor-schule/f9637c4e728b382e4c180058d4dc14ff.html

    Gefällt mir

    • herr_mess schreibt:

      Was ich aus meiner Erfahrung sagen kann, ist, dass ich an meiner jetzigen Schule nie eine Klasse hatte, in der die Hälfte der Kinder eine Sechs hatten. Aber ich war im Referendariat in einer Einsatzschule, in der ich so eine Klasse beerben durfte. Die waren ähnlich schlecht, konnte ich aber mit eine Menge kleinschrittiger Tests wieder aufgepeppeln. Ich verstehe irgendwie nie, dass Lateinlehrer gerne mal als Monster dargestellt werden, wenn sie viele Tests schreiben. Die wenigsten kommen auf den Gedanken, dass 25 Exen im Jahr auch 25fache Korrekturzeit bedeutet. Für uns ist das auch kein Zuckerschlecken, aber oft notwendig, weil Latein superkonsequent aufeinander aufbaut und Lücken sich sofort bemerkbar machen. So war’s auch bei besagter Klasse. Die hatten bis dato eine einzige Schulaufgabe und eine Ex geschrieben – und es war Mitte im Schuljahr! Latein erfordert nun mal ein hohes Maß an Beschäftigung, das nicht jeder aufbringen will oder schlichtweg kann. Das hängt auch zu einem großen Teil auch von der Lernwilligkeit oder -fähigkeit des jeweiligen Schülers ab. Und dass es da auch durchaus Schüler gibt, die an der Schule sind, weil die Eltern es mit allen Mitteln hingeprügelt haben und weder die Empfehlung der Grundschullehrer beachten noch die des aktuellen Klassenlehrers, ist kein Geheimnis und häufiger der Fall, als man es gerne hätte. Machen wir uns da bitte nichts vor…

      Gefällt mir

      • Miss Stress schreibt:

        „Das hängt auch zu einem großen Teil auch von der Lernwilligkeit oder -fähigkeit des jeweiligen Schülers ab. Und dass es da auch durchaus Schüler gibt, die an der Schule sind, weil die Eltern es mit allen Mitteln hingeprügelt haben und weder die Empfehlung der Grundschullehrer beachten noch die des aktuellen Klassenlehrers, ist kein Geheimnis und häufiger der Fall, als man es gerne hätte.“
        Das halte ich für einen grossen Mythos von unfähigen Kolleginnen, die so ihr eigenes Versagen kaschieren wollen. Erst letzte Woche wurde bei uns im LZ der Fall einer Klasse diskutiert, die letztes Jahr im Jahrgangsstufentest in Latein sehr gut abgeschnitten hat. Und jetzt im neuen Jahr, in der ersten Schulaufgabe haben angeblich 70% komplett versagt.

        Da passt doch etwas nicht zusammen. Wie retten wir unsere süssen unschuldigen Kleinen vor diesen Versagern? Denn wenn ich mir so manche KollegInnen ansehe, dann bezweifle ich mehr deren Gymnasialfähigkeit als die unserer Schüler.
        Machen wir uns DA! bitte nichts vor…

        Gefällt mir

        • herr_mess schreibt:

          Naja, ich bin neben Klassleiter auch Verbindungslehrer und bekomme diese Geschichten dieser Tage im Wochentakt zu hören. Nur als EIN Beispiel von vielen: Letztes Jahr hatte ich einen Schüler in der Klasse. Acht Fünfer, zwei Sechser. Der ist von einem anderen Gymnasium geflogen und bei uns gelandet. Er selber hatte überhaupt keine Arbeitshaltung, nie Arbeitsmaterial dabei, fiel durch sein soziales Verhalten stark auf. Im Gespräch mit mir sagte er, er wolle überhaupt nicht aufs Gymnasium, weil er das für alles viel zu theoretisch halte und den Sinn hinter Mathematik oder Latein nicht sehe. Auf meine Anfrage, ob er das den Eltern schon mal gesagt habe, meinte er nur: „Seit der fünften Klasse, aber das ist denen egal.“ Ein Gespräch mit den Eltern bestätigte das nur. Die Mutter war völlig uneinsichtig und meinte, dass die Fünfer und Sechser nur eine pubertäre Phase wären und er schon auf den richtigen Trichter käme, immerhin seien beide Eltern Akademiker und das allein beweise schon, dass der Sohn auch auf ein Gymnasium müsse (O-Ton!). Dabei zeigte sich dieses Zensurenbild nicht erst in der Pubertät. Seit der fünften Klasse war er vom Durchfallen bedroht. Sogar im Übertrittszeugnis hatte die Grundschule schon vermerkt, dass man den Übertritt auf ein Gymnasium für problematisch halte, weil der Kleine schon mit 9 Jahren keine Lust hatte, sich länger als unbedingt nötig mit gewissen Inhalten zu beschäftigen. Von daher glaube ich schon zu wissen, dass es durchaus solche Fälle gibt. Natürlich gibt es auch Klassen, die infolge schlechten Unterrichts kollektiv schlecht werden. Fällt an unserer Schule sowas auf, ist die Schulleitung allerdings sofort zur Stelle und betreibt Ursachenforschung.
          Darf der Herr Mess nebenbei fragen, was Miss Stress für ein Fach unterrichtet?

          Gefällt mir

  6. Miss Stress schreibt:

    “ … schon mit 9 Jahren keine Lust hatte, sich länger als unbedingt nötig mit gewissen Inhalten zu beschäftigen.“ WOW, das halte ich, arbeitsökonomisch gesehen für eine ausgesprochen reife Leistung. Eine Erdkunde/Deutschkollegin hat sich kürzlich über ihre Oberstufenschüler ähnlich mokiert. Die Schüler hätten eine Schulaufgabe sausen lassen, weil diese für die Noten unrelevant, also unnötig war. Sie war richtig empört. Erst auf meinen Hinweis hin, dass wir das G8 haben und es genug in ’notenrelevanten‘ Fächern zu tun gäbe, kam sie ins Denken. Ich behaupte schon lange, dass wir Lehrer alle vor notorische Betriebsblindheit, den Bildungauftrag komplett aus den Augen verloren haben und uns nur noch als Noten+Leistungs-Druckmaschinen begreifen.

    Der aktuelle „Sinn“ hinter Latein, in dieser praktizierten Form, ist sogar für mich schwer begreifbar.
    Aus meiner vielfältigen Erfahrung kann ich nur sagen, dass diese ‚Beispiele‘ immer noch
    Einzelfälle sind, die in der Statistik in Bayern keine relevante Rolle spielen. Auch die angebliche Zunahme von Gerichtsprozessen ist ein Mythos. Selbst die ‚Helikoptereltern‘ finden sich kaum in einer validen Statistik wieder. Kraus kann es nicht ertragen, dass Eltern seine Form der Bildungshuberei kitisieren und das bayerische Sortiersystem leid sind.
    Interessant ist wirklich, dass die von dir geschilderten ‚Problemkandidaten‘ IMMER von Akademikereltern handeln. Wenn es um Bildung geht und ich will, dass mein Kind daran Teil hat, dann will ich selbstverständlich, dass mein Kind auf das Gymnasium geht. Ich kenne eine Kollegin, deren Kinder wurden auch als nicht für das Gymnasium einklassifiziert. Sie hat diese dort trotzdem ‚hingehieft‘. Beider haben jetzt Einser- und Zweierabiturschnitte und studieren erfolgreich. Ich habe mit einem Kollegen studiert, der musste auf die Hauptschule, machte dann eine Lehre, dann die Realschule, dann das Fachabitur, begann ein technisches Studium, machte das Abitur, studierte dann Germanistik. Das hat ihn nicht umgebracht, unsinnig ist es trotzdem.
    Würden wir weniger aussortieren und mehr fördern, wir kämen insgesamt weiter. Das Thema ‚Helikopereltern‘ würde sich von ganz allein erledigen.

    Interessant dieser Beitrag (mehr siehe Link):

    „Der Wunsch nach Respekt – ein immer wiederkehrendes Motiv
    Ein zweites Beispiel. Motivieren will gelernt sein. Oft verletzen LehrerInnen ihrer Schüler in guter Absicht, ohne zu merken, was sie damit bewirken: “Komm’ streng dich an! Die Aufgabe ist wirklich leicht! Du musst nur wollen!” Mit solchen “Ermutigungen” schaffen sie unbeabsichtigt eine “loose-loose-Situation”. Das heißt, wie immer die Sache ausgeht, wird der Schüler sie als Niederlage erleben. Schafft er die Aufgabe nicht, obwohl sie doch “wirklich leicht” ist, erlebt er sich als “wirklich doof”. Schafft er sie, trägt das nichts zu größerem Selbstvertrauen bei, da die Aufgabe ja “wirklich leicht” war, also nach Meinung des Lehrers nicht viel Intelligenz erforderte. Um sich einen Rest Selbstwertgefühl zu erhalten, wird bei vielen “lernentwöhnten” (v. Garrel 2012) Kindern ein fataler Schutzmechanismus ausgelöst. Sie hören auf zu lernen; verweigern die Mitarbeit im Unterricht und die Hausaufgaben, schwänzen die Schule etc. Es ist ein Schutzmeachanismus, weil sie sich dann sagen können: “Ich bin nur faul, aber nicht dumm”. Der Wunsch nach Respekt und nicht für dumm gehalten zu werden, ist ein immer wiederkehrendes Motiv vieler gewaltbereiter Jugendlicher.

    Gerade wird in den Medien über die Aussage der Mutter von Uwe Böhnhardt, einem der Nazi-Mörder, berichtet. Sie sagte vor Gericht, dass ihr Sohn in der Grundschule gut lernte, aber ab der 5. Klasse [also gerade in der Pubertät, wo Kinder ein hohes Bedürfnis nach Respekt und Anerkennung entwickeln] große Lernprobleme in der Schule hatte, es jedoch niemanden gab, der ihm half und er daher die Schule schwänzte und schließlich auf der Förderschule landete. Das war auch eine Selbstanklage, da auch sie als Mutter und gelernte Lehrerin sich hilflos fühlte. Aber mir geht es hier nicht um Schuldfragen, sondern um die Frage, wie wir Gewalt und Kriminalität durch kindgerechtere Lehrerbildung vermindern können.“

    http://shiftingschool.wordpress.com/2013/11/27/uber-das-erlernen-professionellen-lehrerverhaltens-ein-gastbeitrag-von-prof-dr-georg-lind/#more-1196

    Gefällt mir

  7. Miss Stress schreibt:

    oh, jetzt steht er 2x da. zu schnell abgesendet!

    Gefällt mir

Quid sentis?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s