Rausaufgaben

avat_nervNormalerweise läuft mein Dienstag immer gleich ab. Nach einem Mammut-Tag von neun Stunden bin ich ab halb fünf zuhause, bereite bis ca. 20.00 Uhr vor, wohne begeistert für eine Stunde dem EdChat bei und lasse ab neun für eine Stunde im Fitness den Tag ausklingen und Schule einfach mal Schule sein. Letzte Woche ging das nicht. Meinen ¨Stundenplan¨ bin ich zwar brav abgelaufen, aber im Fitness war ich nur physisch anwesend. In Gedanken hing ich immer noch im EdChat, in dem es um Hausaufgaben in der Schule ging – für viele bestimmt ein Reizthema. Nicht für mich. Mit zwei Kernfächern gehören Hausaufgaben bei mir einfach dazu. Für die Schüler ist es die perfekte Gelegenheit, an einem schulfremden Ort in aller Ruhe den Stoff zeitnah einzuüben, der gerade erst gelernt wurde – inklusive des Privilegs, sich dafür so viel Zeit zu nehmen und so viel Hilfe zuzulassen, wie man wirklich braucht. Perfekte Selbstkontrolle, persönliche, selbstgesteuerte Intensivierung – vorausgesetzt, man nimmt Hausaufgaben ernst. Würde man darauf verzichten, müsste diese Übung zwangsläufig in den Unterricht integriert werden – die nötige Übung einfach weglassen wäre für einen Großteil der Kinder lerndidaktischer Selbstmord. Denn von ein-, zweimal durchsprechen und einüben hat keiner den ablativus absolutus intus. Aber wie sähe so ein Unterricht aus?

  • Die Progression wird deutlich langsamer.
  • Gute Schüler werden schnell fertig und langweilen sich. Natürlich könnte man sie weiter beschäftigen; sie mit Kopfnüssen versorgen, bei denen der Rest der Klasse heulen würde, oder sie dazu anleiten, den schwächeren Schülern bei der Lösung der Aufgaben helfen – und ihnen damit die eigentliche Arbeit abnehmen. Denn viele der Schwächeren wollen auch oft einfach nur schnell fertig werden. Wozu denn quälen, wenn jemand daneben sitzt, der weiß, wie es funktioniert? Nachvollziehbar, aber leider nicht förderlich.
  • 30 Schüler in einem Raum bedeutet Unruhe. Es ist schlichtweg nicht möglich, über einen so langen Zeitraum in einer derart großen Gruppe für dasselbe Ausmaß an Ruhe und Konzentration zu sorgen, wie man sie in häuslicher Umgebung vorfinden könnte. Oft reicht nur eine Handvoll Leute, und die Konzentration in einem Klassenzimmer ist beim Teufel. Und bei 30 völlig unterschiedlichen Individuen gibt es immer welche, die maulen, die lästern, die ständig fragen, was man als nächstes machen soll, oder mit Privatunterhaltungen den Flow der anderen torpedieren. Böswillig geschieht das in den seltensten Fällen, nur leider ist es halt kontraproduktiv.

Klar kann ich die Kritiker verstehen, die mir erzählen, dass Hausaufgaben nerven, weil…

  • … sie Altes wiederkäuen. Aber dieses Wiederkäuen ist für die Schwachen nun mal unglaublich wichtig. Das Trainieren solcher Abläufe gibt ihnen die Sicherheit, die sie brauchen. In dem Wust an verschiedenartigen Aufgabenstellungen, die mit Tausenden von Operatoren arbeiten (beschreibe, vergleiche, erkläre, diskutiere, nenne, analysiere… Spitzenartikel hierzu übrigens im Halbtagsblog), zweifelt jeder Durchschnittsschüler irgendwann, ob er den Stoff wirklich verstanden hat. Wie angenehm, wenn es zu Beginn eines Themas einfach mal klar formuliert heißt ¨Bilde in den nächsten 10 Sätzen das folgende Phänomen.¨ Klar ist das dröge, aber wie soll man denn die späteren Transferaufgaben oder Projekte bewältigen, wenn noch nicht einmal die Basis richtig sitzt? Einen Läufer schicke ich doch auch nicht nach zwei Testläufen einfach so auf einen Marathon. Der muss trainieren. Wochenlang, Monate, oft sogar Jahre. Jedes Mal dieselben Abläufe. Immer und immer wieder. Über Stunden hinweg. Wir als Lehrer machen das nicht anders, aber nicht weil wir unseren Nachwuchs gerne sklavisch zur Monotonie drillen. Sondern weil wir wollen, dass sie ihre Fähigkeiten erst einmal im Kleinen üben, bevor sie dann im nächsten Schritt das erworbene Können im Transfer anwenden können. Das ist kein Drill, das ist System! Das ist Progression.
  • … sie Eigenbrötler fördern und Kollaboration verhindern. „Keiner arbeitet heute mehr alleine für sich“, bekomme ich im EdChat gesagt. „Im Beruf wird alles im Team entschieden und übersetzt. Mit Google Translator. Inhalt der Mail ist vorher im Team abgesprochen.“ Leute, ist das euer Ernst? Sieht so eure Vorstellung von Bildung aus? Kommunikation über seelenlose Software, ohne auch nur eine einzige Synapse auf Sprachästhetik, Ausdruck oder sprachliche Richtigkeit zu verwenden? Armes Deutschland.
  • … sie Chancenungleicheit fördern: Sorry, leuchtet mir auch nach längerer Bedenkzeit nicht ein. Hausaufgaben sind in der Regel (!) so gestellt, dass sie auf dem Wissen der Vorstunde aufbauen. Wenn Kinder aus sogenannten bildungsfernen (was für ein schreckliches Wort!) Schichten keine Hausaufgaben erledigen, hat das nur dann mit dem Elternhaus was zu tun, wenn es sich regelmäßig in die Hausaufgaben einmischt. Grundsätzlich hängt der Erfolg von Hausaufgaben primär vom Können des Kindes ab. Und wenn die Aufträge auf den Kenntnissen aus dem Unterricht aufbauen, dann hat jeder die Chance, diese erfolgreich zu erledigen und sein Wissen so zu festigen, egal ob es sich dabei und Willibert, den Professorensohn, oder den Hias vom Hueber-Bauern handelt.

Natürlich kann es sein, dass der Schüler den Stoff nicht verstanden hat. Dann liegt der Misserfolg aber nicht in den Hausaufgaben, sondern im vorausgegangen Unterricht. Ob es jetzt am Lehrer, am Stoff oder am Schüler selber liegt, sei hier einmal dahingestellt. Egal, wer oder was schuld ist, der Schüler hat immer die Möglichkeit, im Nachhinein diese Versäumnisse nachzuholen: Durch den Lehrer, der’s nochmal erklärt, durch Mitschüler, mit denen der Schüler gut befreundet ist, oder durch zahlreiche Plattformen im Netz, wo man zahlreiche Unterrichtseinheiten als Videos findet, die bestimmte Themen in aller Ruhe noch einmal erklären. Wer mir jetzt als Gegenargument bringen möchte, dass SuS niemals von sich aus einen Lehrer nochmal um Rat fragen, um ihren Coolness-Faktor nicht zu gefährden – sorry, dann soll keiner heulen, wenn er den roten Faden verliert. Ich kenne keinen Lehrer, der sich jemals verweigert hätte, bei einer ernst gemeinten Anfrage einen Schüler wegzuschicken. Und wenn die Hütte brennt und die Versetzung gefährdet ist, dann sollte das Image in der Klasse zweitrangig sein. Denn mit etwas Pech sitzt der Schüler dann im Jahr drauf ohnehin in einer neuen…

Diese Überlegungen treiben mich jetzt fast zwei Wochen umher. Und die Länge des Posts zeigt hoffentlich, dass mich die EdChat-Diskussion wirklich bewegt hat. Ich kann aber die Verteufelung von Hausaufgaben auch bei genauerem Hinsehen einfach nicht nachvollziehen. Ich will kein Oberlehrer sein und bemühe mich echt, das nüchtern und distanziert zu sehen. Aber die Vorteile wieder aus meinen Augen ganz klar die Nachteile auf…

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8 Antworten zu Rausaufgaben

  1. daslandei schreibt:

    Ich geb mal meinen Senf dazu .- auch wenn ich weder Lehrer, noch Schüler, noch Eltern bin 😉

    Zunächst mal, ich hätte mir (zumindest in höheren Klassenstufen) gewünscht, dass mir ein Lehrer den Sinn der Hausaufgaben so erklärt hätte, wie Du es unter „altes Widerkäuen“ getan hast. Bei mir war das eher so, in Fächern, die ich gerne gemacht hab, hab ich Hausaufgaben gemacht, in den anderen zumindest eine Zeit lang (so zwischen Klasse 7 1/2 und 9 – 1. Runde) eher bedingt.

    Ich kann und möchte jetzt gar nichts über den Sinn und Unsinn von Hausaufgaben schreiben – alleine die Argumente, die gegen Hausaufgaben aufgeführt werden, find ich persönlich als Argument gegen Hausaufgaben sehr schwach – gerade Punkt 2 und 3.

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  2. frlfritz schreibt:

    Du hast zwar den Punkt der Chancenungleichheit genannt, aber ihn, fürchte ich, nicht in voller Gänze zu Ende gedacht: Es gibt Kinder, die zu Hause weder einen Schreibtisch, noch ein eigenes Zimmer, geschweige denn einen ruhigen Arbeitsplatz haben, an dem sie Hausaufgaben bearbeiten könnten. Dazu kommt, dass Kinder aus einem Professorenhaushalt wohl eher Unterstützung bei den Hausaufgaben bekommen als Kinder einer allein erziehenden Krankenschwester. Natürlich können letztere die Hausaufgaben auch alleine bewältigen, aber erstere bekommen durch die Hilfe ihrer Eltern einfach einen Vorsprung, den Kinder aus „bildungsfernen“ Familien alleine nur mit größerer Mühe wieder wett machen können. Sie haben dann, wenn sie den Fleiß aufbringen, sich selbst von Playstation und Geschwistern abzukapseln, vielleicht die Hausaufgaben, aber mit einem geringeren Lerneffekt als die Kinder, denen die Eltern noch einmal alles erklärt und drei Beispielaufgaben rausgesucht haben.
    Ich habe eine Schule in einem sogenannten „Problembezirk“ kennengelernt, in der es ziemlich gut ohne Hausaufgaben geklappt hat. Das war allerdings eine Schule mit rhythmisiertem Ganztag, in dem den Kindern Stunden zur Arbeit am Wochenplan eingeräumt wurden, den sie in einem ruhigen Umfeld bearbeiten konnten. Man kann einfach nicht darauf zählen, dass jedes Kind zu Hause die gleichen Bedingungen hat. Deshalb fördern Hausaufgaben Chancenungleichheit. (Puh, langer Kommentar, aber lag mir irgendwie am Herzen.)

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    • herr_mess schreibt:

      Plane assentior. Aber wenn die akademisch bewanderten Eltern ständig bei den Hausaufgaben helfen, dann muss man doch konstatieren, dass nicht die Hausaufgaben die Chancenungleichheit fördern, sondern das Elternhaus.
      Die Idee mit dem Wochenplan finde ich eigentlich ganz gut, aber wenn bis zu einem gewissen Termin diese Aufgaben erledigt sein müssen, ist das doch letztlich auch nichts anderes als Hausaufgaben, die in der Schule erledigt werden, oder sehe ich das falsch?
      Das soll jetzt nicht nach „grundsätzlich contra“ klingen, ich kenne halt derartige Ganztagsschulen nicht in der Praxis und frage deswegen einfach nach. Vielleicht lässt sich ja was übernehmen… Vor allem, was das „ruhige Umfeld“ in der Schule anbelangt. Wie sah das aus? Wieviele Leute waren im Raum etc…

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      • frlfritz schreibt:

        Ja, das sind dann Hausaufgaben, die in der Schule erledigt werden, aber eben unter den gleichen Bedingungen. An der Schule wird das Ganze je nach Jahrgangsstufe unterschiedlich umgesetzt. In den unteren Klassen (5./6./7./8.) findet die Studienzeit im Klassenverband statt. D.h. die Kinder sitzen im Klassenraum, arbeiten in Stillarbeit an ihren Aufgaben und werden von dem Klassenlehrerteam betreut. Wenn Fragen sind, können sie Vorne ein Magnettäfelchen mit ihrem Namen an die Tafel heften und die beiden Lehrkräfte arbeiten die Fragen dann ab. Wenn Paare gemeinsam Vokabeln lernen wollen etc., können sie mit Erlaubnis der Lehrkraft den Raum verlassen und sich auf den Flur setzen.
        In den höheren Klassen wird den SuS mehr Freiraum gegeben, sie können die Arbeiten überall im Schulgebäude erledigen, z. B. in der Bibliothek oder im Ruheraum.
        Die Studienzeiten werden dann einmal die Woche eingesammelt und von der Lehrkraft kontrolliert. Das ist natürlich ein höherer Aufwand für die Lehrkraft, aber auch diagnostisch sinnvoll. Alle paar Wochen kann auf Grundlage der Studienzeiten so nämlich ein Entwicklungsgespräch mit den SuS geführt werden. Die meisten Lehrkräfte haben es so gehandhabt, dass sie die Studienzeiten der vorherigen Woche in der ersten Studienzeit der nächsten Woche kontrolliert und zurückgegeben haben. Ich fand das System sehr gut. Soweit ich das als Praktikantin beurteilen konnte, hat es sehr gut funktioniert und alle Beteiligten waren zufrieden mit der Lösung. Das war aber, wie gesagt, auch eine Ganztagsschule und ich denke, dass man von 11 Jahre alten Kindern schlecht erwarten kann, um 16:30 nach der Schule noch Hausaufgaben zu machen.

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      • KC schreibt:

        Ich war auch schon an einer Schule, wo das mit der gemeinsamen Hausaufgabenzeit so gar nicht hingehauen hat. Entweder wurden die Kinder in der vorgegebenen Zeit nicht fertig bzw. haben sie dann zunächst mit den „leichteren“ Fächern angefangen, wo zB irgendwelche Diagramma bunt anzumalen waren und haben da dann enorm Zeit vertrödelt.
        Bzw. Klassenlehrerteam zum Hausaufgabenhelfen ist ja schön gut…nur, wenn ich an einer Schule bin, wie an der von Herrn Mess, wo es Latein hat, ist es natürlich voll super, wenn aus dem Klassenlehrerteam keiner Latein kann und dann bei den Hausaufgaben helfen soll bzw. scheitert dann natürlich auch in anderen Fächern und dann sind wir ruckzuck wieder bei diesen Multifunktionslehrern wie in der Grundschule, die zwar ursprünglich ein Fachstudium hatten, aber dann doch wieder alles unterrichten.

        Was ich bei diesen Modellen allerdings schade finde, davon mal ab, dass ich Schule bis 16.30h mit „echtem“ Unterricht (also nicht AGs usw.) für die Jüngeren auch aus lernphysiologischen Gründen nicht für sinnvoll halte, weil da einfach zuviel an einem Tag prasselt, ist die Tatsache, dass die Schüler von heute nicht mehr so wie ich früher Hausaufgaben machen können: Hörspiel oder Musik in den Player, entspannen, dazu noch ein paar Süßigkeiten oder irgendein Obstsnack und dann wirklich relaxxt am eigenen Schreibtisch in selbstgewählter Atmosphäre Hausaufgaben machen, solange, bis man eben fertig ist. Klassenklima hin oder her, aber es ist ja auch mal ganz schön, wenn man die alle mal nicht um sich hat. Und Vokabellernen mit dem Familienhund auf dem Schoß ist auch nicht zu verachten 😉
        (Davon mal ab, bin ich natürlich begeistert, dass studierte Fachlehrer mittlerweile auch Hort-Erzieher spielen sollen, die ursprünglich mal eine eigene Berufsgruppe darstellten.)

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  3. KC schreibt:

    Vielen Dank für dein Plädoyer für die Hausaufgaben! Ich denke man muss vor allem vermitteln, dass etwas, was vordergründig lästig erscheint, durchaus nützlich ist ( aristotelischer Lustgedanke oder wie war das?)
    Das eigentliche Problem, was wahrscheinlich viele Eltern haben, ist die Tatsache, dass Schülersein ja mittlerweile auch zu einem 9to5-Job geworden ist und wenn die „berufstätige“ Family abends wieder beisammenkommt, soll natürlich der jeweilige „Arbeitsplatz“ am Arbeitsplatz bleiben, damit man noch ein bisschen was vom Familienleben hat^^. Aber dass man mittlerweile dank Ganztagsschule an manchen Tagen gar nichts mehr aufgeben darf, ist doch voll daneben, dann muss man die komplette Woche so planen, dass man die Sachen, wo es Hausaufgaben zur Vertiefung unabdingbar nötig hat, nur in den Stunden macht, wo man was aufgeben darf. Und vonwegen Altes wiederkäuen…repetitio est mater studiorum!!!!!

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  4. retemirabile schreibt:

    Ich stimme Dir in Deinem Plädoyer FÜR und den Zweifeln gegenüber der HA-Gegner ebenfalls zu. Vielleicht noch ein paar weitere Gedanken:

    Ob man mit oder ohne HA auskommt, hängt meines Erachtens (wie sehr Vieles in der Schule) von den Fächern ab, die man unterrichtet. In Bio kann ich es mir gut vorstellen, ohne HA auszukommen (dann wird halt insgesamt etwas weniger Inhalt erarbeitet), in Englisch dagegen überhaupt nicht (es sei denn, man möchte das angestrebte Niveau noch weiter absenken).

    Bezüglich der gemeinsamen Arbeitszeit in der Schule: Auch hier gilt wieder, dass das eine gute Lösung sein KANN, wenn es gut gemacht ist. Es kann aber auch einfach von Laien oder älteren Schülern betreute Absitzzeit sein, in der die HA irgendwie alibihaft gemacht werden, damit sie halt formal abgehakt sind. Dann ist der Vorteil gegenüber der häuslichen HA fraglich. Wenn es gut gemacht ist (wie frlfritz das beschreibt, dann ist es sehr zeitaufwändig für die Kollegen – wobei dann die Frage bleibt, ob die das »einfach so« zusätzlich machen oder ob das in den Deputaten entsprechend eingerechnet ist. Letztlich kostet gute HA-Betreuung (oder Ganztagszeit oder wie man es auch immer nennen möchte) Geld, weil man gute, qualifizierte Leute dafür braucht.

    Das Argument, dass heute alles im Team erledigt würde … da muss ich auch sagen: Wenn keiner im Team was drauf hat, kommt auch in der Gemeinschaftsleistung nichts Vernünftiges raus. Und wenn nur manche im Team was drauf haben, dann müssen die eben die ganze Arbeit machen. Natürlich ist es sinnvoll, Teamarbeit in der Schule zu fördern (unter den entsprechenden Bedingungen, dass möglichst jeder auch seinen Beitrag leisten muss), aber es ist eben auch wichtig, dass jeder lernt, ausdauernd und standhaft für sich allein an einer Sache dran zu bleiben.

    Und was die Chancenungleichheit betrifft: Ich denke, da wäre es erstrebenswert, eine differenzierte Lösung anzubieten, sprich: offener Ganztag. Wer zu Hause gut arbeiten kann, macht die HA zu Hause, wer nicht, kann sie in einer kundig begleiteten (s.o.) Nachmittagsgruppe in der Schule erledigen (evtl. mit Empfehlungen der Lehrkräfte für die Schulbetreuung, wenn es zu Hause mit den HA nicht zu klappen scheint).

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