Summer moved on…

avat_freu… und bei so unschönem Wetter lässt man sich doch nur gerne zu den dazugehörigen traurigen Klängen von a-Ha mitreißen (mögen sie in Frieden ruhen). Solange man sich dabei nicht depressiv aus dem nächstbesten Fenster stürzt, ist alles in Ordnung.
Dabei gäbe es Grund zur Trauer: Ohweiweiwei… die sechs Wochen Zwangsurlaub sind vorbei, und der Ernst des Lebens geht wieder los. Manche Klassenstufen in der Endlosschleife, manche komplett neu, damit einem nicht langweilig wird. Wer in dem Laden schon ein paar Jährchen verbracht hat und einen so begnadeten Seminarlehrer hatte wie ich damals im Referendariat, weiß, wie wichtig die ersten Stunden vor neuen Klassen sind. In denen wird dem Lehrenden ganz genau auf die fuchtelnden Finger geschaut. Und nicht nur da: Manch Referendar soll schon nach 2 Minuten bei der aufmüpfigen Klasse verloren haben, nachdem die erste Reihe den offenen Hosenstall oder die eklatanten Schweißflecken beim Lehrer bemerkt hatte. Wie gut, dass wir die Kinder dazu erziehen, sich nicht vom Äußeren täuschen zu lassen und eher auf den Inhalt der jeweiligen Stunden zu achten. Und das tut ja die absolute Mehrheit (passend zum aktuellen CSU-Wahlsieg ;-)) – es besteht also noch Hoffnung. Wer in den ersten Stunden mit Witz und Esprit zu überzeugen weiß und mit dem einen oder anderen Zuckerl aufwarten kann, hat schon viel Boden gut gemacht. So hab ich’s zumindest damals gelernt. Und so bekam jede Klasse ein bisschen was für Augen, Ohren, Nase oder *hier Empfindungsorgan seiner Wahl einsetzen*. Meine Sechste, die dieses Jahr mit Englisch anfängt, hat mit Loriot einen ersten Einblick in Ästhetik und Qual des Englischen erhalten. Der Sketch eignet sich hervorragend, um anhand der im Text genannten Ortschaften die teils einfach unmögliche Schreibung und Lautung zu trainieren. Wer also für nächstes Jahr nach einem zündenden Einstiegsgag sucht: Look no more, for it is here!

Die Original-Audio-Version ist sogar noch besser, weil man Evelyn Hamann so wunderbar beim Verzweifeln zuhören kann, bis sie am Ende in Tränen ausbricht. Ganz großes deutsches Comedy-Kino!
Meine Oberstufen bekamen je im P-Seminar wie auch in Latein eine eigene kleine bzw. große Prezi-Präsentation zu Gesicht, die ich in mehrstündigen Sessions zusammengebaut habe. Prezi ist bei uns an der Schule für die Kinder ein völlig ungewohntes Erlebnis, und die erstaunten Gesichter und gebannte Blicke, mit denen sie dem Treiben am Bildschirm folgen, lassen einen FAST vergessen, dass man an dieser Präsentation zur römischen Geschichte fast 9 Stunden dran saß. Zum Glück geht das Erweitern oder Bearbeiten von bestehenden Prezis recht problemlos. Ich wünschte, ich könnte endlich mal was zu Prezi zeigen. Ich hab schon seit Monaten einen Beitrag dazu auf Halde, aber das Einbinden der Präsentationen führt im Blog hier regelmäßig zu einem Freeze. Prezi arbeitet an einer Lösung. So heißt es zumindest…
Des Weiteren hab ich jetzt auch schon meine Fünfte in Augenschein genommen. Und da sind wieder so viele kleine helle Köpfe dabei, die allerdings noch viel zu wuslig sind. Auf jede Frage, die man stellt, kommt eine Antwort, die überhaupt nicht dazu passt. Zum Beispiel:

Herr Mess: „Was versteht ihr unter Numerus?“
Schülerin A „Ich war letzte Ferien mit meinen Eltern in Rom.“
Kind B:“Ich kann schon drei lateinische Vokabeln“
Schüler C fragt zurück: „Hatten Sie auch meine Schwester im Unterricht?“
Herr Mess: „Seufz“

Wo bitte lernen die Kleinen denn sowas? 

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Eine Antwort zu Summer moved on…

  1. KC schreibt:

    *grins* Und für die Vorgangsbeschreibung dann die Parkuhr, was? 🙂

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